Meisterschaft am 13.11.2015

Neubürger trotzt den "Kürschner-Damen"

Hammersbacher Skatmeisterschaft mit neuem Sieger

Erst seit gut einem Jahr ist Ulrich Burzywoda Hammersbacher, und schon konnte er sich bei seiner zweiten Teilnahme den Titel des Hammersbacher Skatmeisters sichern. 55 Euro in bar und ein eleganter Glaspokal waren am Ende der Lohn für eine atemberaubende Aufholjagd nach durchwachsenem Start und nur mittelmäßigen 513 Punkten in Runde 1. Mit sage und schreibe 1.167 Zählern rollte er im zweiten Durchgang das Feld von hinten auf und brachte das wieder einmal stark auftrumpfende Kürschner-Duo noch hinter sich.

„Altmeisterin“ Gertraud Kürschner konnte dabei mit neun Punkten Vorsprung die Sippenhierarchie vor Tochter Anke, die 1.553 Punkte erspielte, gerade noch einmal wahren. Insgesamt 70 Euro wanderten aber als Preise in die Familienkasse. Mit Lothar Scheider, dem Drittplatzierten aus dem Vorjahr, Ex-Titelträger Johannes Hummel und Torsten Schnobel, dem das Topergebnis der 1. Runde (848 Punkte) wie bereits 2012 nicht zum Sieg reichte, kamen traditionell etablierte Spieler auf die weiteren Spitzenränge.

Dass es beim Skat, dem „Spiel der Deutschen“ neben dem spielerischen Können auch ganz entscheidend auf das Kartenglück ankommt, erfuhr am schmerzlichsten die Marköbeler „Skatlegende“ Adolf Möller, der - nach passablem Start - in Runde zwei gerade mal ein einziges Solo auf die Hand bekam und gleich um sechzehn Ränge im Endklassement abstürzte. Einen gegenteiligen Trend erlebten Gerhard Kuhl und Christian Jüngling, die sich um 14 bzw. 10 Ränge verbesserten. Als ruhender Pol dagegen erwies sich der mitreizende Hammersbacher Bürgermeister Michael Göllner, der auf Position 15 als einziger der 29 Teilnehmer seinen Halbzeitplatz auch am Ende behielt.

Nachdem er um 23:15 Uhr den vom Gemeindevorstand gestifteten Pokal an Ulrich Burzywoda überreichte und alle Spieler einen Geld- oder Sachpreis empfangen hatten, war klar, dass Spielleiter Willi Dauth vom veranstaltenden Turnverein Marköbel sein Versprechen, dass jeder, der wollte, um  Mitternacht im Bett liegen konnte, eingehalten hatte.

Dies hatte er durch die Verkürzung der Serien auf 28 (Vierertisch) bzw. 21 (Dreiertisch) Spiele erreicht, was nicht nur den Wünschen vieler Teilnehmer entsprach. Auch das Team der Gaststätte Jägerhof, welches wie üblich allen kulinarischen Wünschen mühelos und in hervorragender Weise gerecht wurde, konnte sich noch auf eine ausreichende Nachtruhe freuen.