Rangliste nach Q-TTR-Wert

Grundsätzliches Bewertungssystem:

Mit der Spielzeit 2011/2012 wurde ein neues Bewertungssystem eingeführt. Alle Spieler/innen verfügen über einen so genannten TTR-Wert, der den Leistungsstand und damit die Ranglistenplatzierung wiederspiegelt. Die Spielstärke ist dabei nicht abhängig von der Anzahl bestrittener Einzel !

Der Grundmechanismus dieser Rangliste basiert auf Head-to-Head-Vergleichen. Der TTR-Wert steigt bei einem Sieg: Je höher der TTR-Wert des Gegners, umso mehr steigt im Fall eines Sieges der TTR-Wert. Bei einer Niederlage sinkt der TTR-Wert: Je tiefer der TTR-Wert des Gegners ist, umso tiefer fällt dern TTR-Wert. In der Regel verändert sich der TTR-Wert durch das Ergebnis eines Einzels um nicht mehr als 16 nach oben oder unten.
 
Die TTR-Werte lösen die bisher bekannten Leistungszahlen ab. Beim mannschaftsinternen Vergleich der aufgestellten Spieler gibt es einen Toleranzwert von 35 Punkten (seit 01.06.2013). Beim mannschaftsübergreifenden Vergleich liegt der Toleranzwert bei 50 Punkten (seit 01.06.2013). Dies bedeutet, dass der Verein mannschaftsintern die Reihenfolge zweier oder mehrerer Spieler frei wählen kann, wenn deren TTR-Werte maximal 35 Punkte auseinander liegen. Ein Spieler darf bis maximal 50 Punkte besser sein als jeder der in höheren Mannschaften „vor ihm“ gemeldeten Spieler und dennoch ohne Konsequenzen in der tieferen Mannschaft gemeldet werden.
 
Für Jugendliche mit einer Spielberechtigung für den Erwachsenenspielbetrieb (SBE) – und nur für diese ! – gilt ein zusätzlicher Bonus von 20 Punkten. Dies ist damit begründet, dass Nachwuchsspieler sich schneller entwickeln und dies ggf. über die Rangliste nicht identisch abgebildet werden kann. Für den Toleranzwert ergibt sich hieraus, dass dieser dann - mannschaftsintern 50 Punkte - mannschaftsübergreifend 90 Punkte beträgt, wenn ein Jugendspieler mit SBE mit einem Erwachsenen verglichen wird.
 
Wenn beispielsweise ein Spieler mit gleichaltrigen Vereinskollegen in einer tieferen Mannschaft spielen möchte, obwohl dieser Spieler auf Grund seines TTR-Wertes in eine höhere Mannschaft des Vereins eingestuft werden müsste, so kann dies der Verein selbstverständlich wie bisher so melden. Dann weicht der Verein allerdings vom Grundsatz der spielstärkegemäßen Meldung ab. Der betreffende Spieler erhält dann wie bisher einen Sperrvermerk und darf weder als Ersatzspieler noch in Pokalspielen eingesetzt werden.

Auszüge aus der Wettspielordnung (WO) des DTTB und TTVR:

D - Bestimmung für Mannschaftswettbewerbe
§ 15.3 Abweichungen von der Spielstärke-Reihenfolge

Abweichend von der tatsächlichen Spielstärke dürfen Spieler nur

- zu Beginn der Vorrunde für die gesamte Spielzeit, oder

- zu Beginn der Rückrunde, damit sie in ihrer bisherigen Mannschaft verbleiben können, wenn sie ansonsten aufgrund von Veränderungen in der Spielstärke oder zur Wiederherstellung der Sollstärke in eine obere Mannschaft des Vereins aufrücken müssten, oder

- nach weiteren Regelungen, die der DTTB oder ein Mitgliedsverband in eigener Zuständigkeit erlässt, auf Wunsch des Vereins in einer unteren Mannschaft des Vereins gemeldet werden. Diese Spieler erhalten von der zuständigen Stelle einen Sperrvermerk und verlieren das Recht, während der Dauer des Sperrvermerks in einer oberen Mannschaft des Vereins eingesetzt zu werden, auch nicht als Ersatzspieler. Ein Aufrücken solcher Spieler während einer Halbserie oder zum Beginn der Rückrunde ist nicht erlaubt. Die Erteilung des Sperrvermerks wird von der zuständigen Stelle durch entsprechende Kennzeichnung des Spielers in der Mannschaftsmeldung der offiziellen Online-Plattform dokumentiert. Die Dauer des Sperrvermerks reicht bis zum Ende der Spielzeit, sofern der DTTB oder ein Mitgliedsverband für seinen Mannschaftsspielbetrieb keine anderslautenden Regelungen beschlossen hat.